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Kursnummer: Z01016

Info: "König Stanislaus Leszczynski von Polen"
"Das Abenteuer Leben des prominentesten Bewohners Zweibrückens"

Stanislaus Leszczynski kam zur Welt 1677 nicht als Spross einer königlichen Dynastie, sondern als Sohn einer mächtigen, uralten Adelsfamilie. Die Tatsache, dass Polen damals eine Adelsrepublik war, beeinflusste das Schicksal von Stanislaus. 1704 als in Polen der Große Nordischer Krieg wütete, wurde er zum polnischen König, bzw. zum Gegenkönig gewählt. Im Rahmen vom Kriegsgeschehen hat der schwedischer König Karl XII. den regierenden, polnischen König, den Sachsen August der Starke aus Polen vertrieben. Karl XII. brauchte einen neuen Kandidaten für den polnischen Thron. Der hieß Stanislaus Leszczynski. Mit dieser Wahl begann sein Leben voller Abenteuer.
Nach der Niederlage des Karls XII. gegen den Zaren bei Poltawa ging Stanislaus zuerst nach Schweden, dann in die Türkei. Von dort schickte ihn Karl XII. in die kleinste schwedische Provinz, nach Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Bald zählte dort Stanislaus Hof 160 Personen. Eine internationale Gesellschaft bestehend aus Deutschen, Polen, Franzosen und Schweden. Nach dem Tod seines Protektors Karl XII., musste Stanislaus im Januar 1719 Zweibrücken verlassen. Bis heute erinnert uns die Anlage "Tschifflik" an seinen Aufenthalt dort.
Frankreich gewährte Stanislaus Asyl. Mit seiner Familie und einem kleinen Hof lebte der vertriebene König nun in Weißenburg im Elsass. Die Zukunft schien hoffnungslos zu sein. Doch 1725 ist ein Wunder passiert. Überraschend wurde Stanislaus Tochter zur Königin von Frankreich gewählt und heiratete Ludwig XV.
Nun als Schwiegervater des französischen Königs bekam Stanislaus das Schloss Chambord als Wohnsitz zugewiesen. 1933 nach dem Tod von August II. ging er zurück nach Polen und wurde zum zweiten Mal zum polnischen König gewählt. Doch kurz darauf stand die russische Armee vor Warschau und ließ den Sohn von August II. zum polnischen Gegenkönig wählen, der dann Polen als August III. regierte.
Stanislaus musste wieder fliehen. Der König von Preußen gewährte Stanislaus Asyl. Dann im Rahmen des Vertrags von Wien musste Stanislaus auf seine Rechte zum polnischen Thron verzichten, durfte seinen königlichen Titel beibehalten und bekam Lothringen als Entschädigung. Als Herzog von Lothringen und Bar regierte er fast 30 Jahre so erfolgreich, dass er dort bis heute verehrt geblieben ist. Der Satz auf dem monumentalen Denkmal im Herzen von Nancy bestätigt das aufs Schönste: "Stanislaus, dem Wohltäter, dankbares Lothringen."

Die Referentin Frau Dipl.-Ing. Iwona Wiemer ist Historikerin aus Leidenschaft und zertifizierte Gästeführerin der Stadt Zweibrücken.

Der Vortrag ist kostenlos

Kosten: 0,00 € €

  • BBS B207
    Johann-Schwebel-Str. 1
    66482 Zweibrücken

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Iwona Wiemer

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