Gesellschaft
Kultur
Gesundheit
Sprachen
Beruf/EDV
Grundbildung
Junge VHS
Senioren
Kursangebote >> Kursdetails

Kursnummer: Z01018

Info: Wie Frauen das Lesen und Schreiben Lernten

Der Kampf der Frauen um Zugang zum Wissen

"Die Ursprünge des geistigen Lebens scheinen von weiblicher Vorrangstellung und mit Ehrfurcht vor dem Leben und dem Glauben an die Wiedergeburt geprägt gewesen zu sein." Fritjof Capra, Humberto Maturana, David McClelland

Die Wissenschaft vermutet, dass in den ersten Gesellschaftsstrukturen der Menschen Frau eine wichtigere Rolle gespielt hatte, als der Mann. Sie war das Mysterium, sie brachte Kinder zur Welt und sorgte für das Fortbestehung ihres Stammes. Die damalige Gesellschaftsform nennt man heute Matrilinearität (lat.: in der Linie der Mutter). Die Frau war wichtiger für den Stamm als der Mann.
Die Menschheit wuchs in der Zahl, damit wuchsen auch Konflikte. Die Zeit der Kriege kam. Jetzt wurden die Muskelkraft und die Kampflust der Männer gefragt. In einem langen Prozess entstand der Patriarchat. Die Frau wurde zum Eigentum des Mannes, ohne Rechte, in vier Wände eingesperrt und intellektuell, als minderwertiges Wesen abgestempelt.
Antikes Griechenland: Platon: "Das männliche Geschlecht überragt in allem das weibliche Geschlecht." Antikes Rom: Cicero: "Frauen besitzen einen beschränkten Verstand und einen unbeständigen Charakter." Christentum: Hl. Thomas von Aquin: "Frau ist schwächer sowohl seelisch, wie auch körperlich als der Mann, allein durch die Natur wurde sie dem Mann untergeordnet, der wesentlich klüger ist."
Den Frauen wurde der Zugang zum Wissen verboten. Erst Ende des XIX. Jh. entstanden die ersten Mädchengymnasien, die ersten Frauen wurden zum Studium zugelassen. Dafür kämpften die Frauenrechtlerinnen, Feministinnen, Suffragetten, Sozialistinnen aber auch Männer, Freidenker, Intellektuelle, Freiheitskämpfer. Heute machen in Deutschland mehr Frauen Abitur als Männer.
Hunderte von Jahren haben die Gelehrten überlegt, ob Frauen überhaupt die Fähigkeit besitzen zu studieren. Heute sind 52% aller Studierenden Frauen, dennoch fehlen sie in den Chefetagen. Ja, der Kampf der Frauen um Zugang zum Wissen und Gleichstellung dauere Jahrtausende und ist wohl doch bald zu Ende, wenn man den Wörtern glaubt, die der Kolumnist Hans-Ulrich Jörges vor paar Jahren im "Stern" geschrieben hatte: "Willkommen im XXI. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Frauen."

Die Referentin Frau Dipl.-Ing. Iwona Wiemer ist Historikerin aus Leidenschaft und zertifizierte Gästeführerin der Stadt Zweibrücken.

Der Vortrag ist kostenlos.

Bitte mit bringen: Der Vortrag ist kostenlos.

Kosten: 0,00 € €

  • BBS B206
    Johann-Schwebel-Str. 1
    66482 Zweibrücken

Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.

Kein Bild vorhanden

Iwona Wiemer

Weitere Informationen zur Dozentin

Zur Zeit keine Kurse vorhanden.


 

Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Mai 2022